Kennzahlenfindung und Messung von Prozessen

Um im Wettbewerb mit ihrem Nutzenangebot zu positionieren, können Unternehmen versuchen in mindestens einer der folgenden Wettbewerbsdimensionen besser zu sein als die Konkurrenz:


- Qualitätsvorteil (schlechter, gleich, besser), 


- Preisvorteil (teurer, gleich, billiger), 


- Zeitvorteil (langsamer, gleich, schneller) oder einen 


- Effektivitätsvorteil durch Kundennähe (näher = Einzelproduktion – weiter = Massenproduktion).


In welcher Dimension ein Unternehmen besser sein soll bzw. auf welche Prozesskennzahl besonders wert gelegt werden soll hängt von der gewählten Strategie ab (Kosten-, Produkt- oder Beziehungsführerschaft). Welche Prozesse wertschöpfend und notwendig für die angestrebte Kundengruppe sind und welche es nicht sind, kann mit der Wertanalyse festgestellt werden. Kennzahlen sollen den Erreichungsgrad von einem oder mehreren Erfolgsfaktoren des Unternehmens möglichst gut erklären. Um Produkte herzustellen werden Prozesse benötigt, deren Eigenschaften sich wiederum an den Produkten wiederspiegeln. Die wichtigsten Prozesserfolgsfaktoren sind Kosten, Qualität, Zeit, Produktivität und Flexibilität, wobei es ein Trade-Off zwischen Kosten, Qualität und Zeit und zwischen Produktivität und Flexibilität geben kann, aber nicht muss. Da es durch die Trade-offs schwierig ist, alle Dimensionen von Produkten bzw. Prozessen zu optimieren, sollten Unternehmen in wenigstens einer Dimension der Konkurrenz überlegen sein.